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Wissen rund um die Kartoffel: Anbau & Ernte 640 427 Goldkind

Wissen rund um die Kartoffel: Anbau & Ernte

Im April oder Mai, wenn der Boden trocken genug ist, treibt es uns Landwirte auf die Kartoffel-Legemaschine: die Kartoffeln kommen in die Erde!

Die Auswahl des richtigen Zeitpunktes ist gar nicht so einfach. Kartoffeln sollten bei Bodentemperaturen von acht bis zehn Grad gepflanzt werden, da sie dann am besten keimen. Dies sollte frühestmöglich im Jahr geschehen, um eine lange Vegetationsperiode bis zur Ernte zu erreichen – hierbei ist jedoch immer auf die Gefahr von Frostschäden zu achten. Wenn es so weit ist, werden die Kartoffeln in Erddämmen angebaut, damit sich die Erde für die wärmeliebenden Pflanzen so leicht wie möglich erwärmen kann.

Ist die Kartoffel reif, geht es wieder auf die Maschine: bei der Ernte kommt der Roder zum Einsatz. Mit diesen können bis zu vier Erddämme gleichzeitig geerntet werden. Erde, Kraut und Knollen werden von der Maschine aufgenommen und anschließen gesiebt, damit nur die wertvollen Knollen überbleiben. Dies geschieht meist maschinell, zum Teil aber auch noch durch einige Arbeiter per Hand. Während des gesamten Prozesses liegt der Fokus auf der Behutsamkeit, damit die Kartoffeln nicht beschädigt werden.

Woher wir wissen, wann die Kartoffel reif ist? Durch die Daumenprobe!
Mit dem Daumen wird Druck auf die Schale am Kopf der Kartoffel ausgelöst, um die Schale abzuschieben. Reißt die Schale herbei ein oder löst sich, braucht die Kartoffel noch etwas Zeit und sollte im Boden bleiben. Geerntet wird erst, wenn die Knollen ausgereift und schalenfest sind.

Wissen rund um die Kartoffel: Auf den Tellern Deutschlands 640 427 Goldkind

Wissen rund um die Kartoffel: Auf den Tellern Deutschlands

Die Kartoffel gilt weltweit als Top 3 der Grundnahrungsmittel und leistet somit einen unentbehrlichen Beitrag für die Lösungen globaler Herausforderungen – hierzu zählt zum Beispiel die wachsende Weltbevölkerung.

In Deutschland wurde der Wert der Kartoffel schon vor langer Zeit erkannt: die in der Knolle steckenden wertvollen Nähr- und Rohstoffe haben Pflanzenzüchter angetrieben, die Vielfalt über Jahrhunderte auf über 350 Sorten zu erhöhen. Mit optimierten Eigenschaften werden diese nicht nur für die Ernährung von Menschen und Tieren, sondern auch zur industriellen Verwertung (Stärke) eingesetzt.
Hier unterscheidet man schon frühzeitig in den beiden Kategorien, denn für die industrielle Verarbeitung spielen die Inhaltsstoffe und die Form eine wichtige Rolle: so weisen Industriekartoffeln meist einen höheren Stärkegehalt auf und für die weitere Verarbeitung zu langen Pommes Frites werden große Knollen mit glatter Oberfläche benötigt.

Faktencheck
Vergangenes Jahr 2021 betrug die Kartoffelanbaufläche in Deutschland rund 258.300 Hektar und hat sich das erste Mal seit 2016 nicht vergrößert, sondern um sechs Prozent zum Vorjahr verringert. Die Erntemenge lag bei insgesamt 10,6 Millionen Tonnen und sank zum Vorjahr um neun Prozent.
Dies bedeutet jedoch nicht, dass in den Haushalten weniger Kartoffeln zubereitet wurden – im Gegenteil! Der Pro-Kopf-Verbrauch stieg im Wirtschaftsjahr 2020/21 um rund zwei Kilogramm je Einwohner auf durchschnittlich 59,4 Kilogramm Kartoffeln.
Aufgrund der Pandemie sank jedoch der Pro-Kopf-Verbrauch von Kartoffelerzeugnissen wie Kartoffelsalat, Pommes und Chips, da der Konsum außerhalb der eigenen Wände stark eingeschränkt war.

Wissen rund um die Kartoffel: Ursprung der Pflanze 640 427 Goldkind

Wissen rund um die Kartoffel: Ursprung der Pflanze

Bereits vor über 10.000 Jahren wuchsen in den Anden wilde Kartoffeln über 4.000 Meter hoch. Im 13. Jahrhundert erlebte der Kartoffelanbau dann einen großen ersten Aufschwung durch die Inkas in Südamerika.

Den Weg nach Europa hat das Nachtschattengewächs Mitte des 16. Jahrhunderts gefunden: spanische Eroberer entdeckten die Pflanze und brachten sie mit nach Spanien. Der erste Beleg hierfür stammt aus dem Jahre 1573. Vorerst nur als Zierpflanze mit hübschen Blüten geschätzt, erkannte Friedrich der Große Mitte des 18. Jahrhunderts den Wert der Kartoffel als Nahrungsmittel. Eine daraufhin verkündete Verordnung sollte den Anbau der Kartoffel als Nutzpflanze verstärken.
Ein Problem stellt hier jedoch dar, dass die Pflanzen in ihrer Herkunftsregion nur kurze Tagen gewohnt waren, weshalb sie an die langen Tage in Europa zur Zeit der Knollenbildung im Mai und Juni nicht angepasst waren. Erst im Spätherbst konnten sie ihre nahrhaften Knollen entwickeln. Dies könnte einer der Gründe gewesen sein, weshalb im 19. Jahrhundert vermehrt Kartoffeln aus dem Süden Chiles eingeführt wurden. Die dort wachsenden Langtagpflanzen gedeihen auch bei uns sehr gut. Zusätzlich begannen die Städte in dieser Zeit zu wachsen und die Kartoffel wurde zu einem wichtigen Grundnahrungsmittel der Bevölkerung.

Heute ist die Kartoffel als Nahrungsmittel nicht mehr wegzudenken und es gibt unzählige verschiedene Sorten, welche sich immer wieder anders zubereiten lassen und sich allen Geschmacksrichtungen anpassen können.

Unsere neue Blogreihe „Wissen rund um die Kartoffel“ wird euch die nächsten Monate über wissenswertes aufklären und die unterschiedlichen Facetten der Kartoffel vorstellen.

Das Insektenhotel: Ein Hotel in eurem Garten 1024 682 Goldkind

Das Insektenhotel: Ein Hotel in eurem Garten

Hummeln, Wildbienen, Schlupf-, Falten-, Grab- und Wegwespen, Ohrwürmer und auch Florfliegen sind nützliche kleine Helfer sowohl in der freien Natur als auch in unseren Gärten. Sie helfen das ökologische Gleichgewicht zu bewahren und übernehmen die Arbeit als biologisch „Schädlingsbekämpfer“, weshalb sie für uns unerlässlich sind.
Zu den natürlichen Insektenlebensräumen zählen zum Beispiel Totholz und Lehmtrockenhänge, von denen aufgrund des intensiven menschlichen Eingriffs in die Naturlandschaft jedoch leider immer weniger vorhanden sind. Die Folge sind fehlende Futterplätze und Nistmöglichkeiten – aber hier kommen wir alle ins Spiel!

Über den Winter und zur Fortpflanzung nutzen Wildbienen und Co. gerne bereits vorhandene Löcher in Mauern und Ziegelsteinen sowie hohle Pflanzenstängel. Ritzen in Natursteinmauer, Sand- und Kiesflächen und. Reisighaufen werden gerne als Nisthilfen angenommen. Diese kleine Auswahl an Möglichkeiten zeigt, dass jede*r Gartenbesitzer*in den Insekten ein Stück Lebensraum bieten kann.

Zusätzlich kann auch eine künstlich geschaffene Unterschlupf-, Nist- und Überwinterungshilfe den Insekten helfen: Das Insektenhotel.
Insektenhotels können sowohl leicht selbst gebaut als auch im Handel erworben werden. Die Vielfalt der Ausführungen reicht von kleinen kreativen Einzelbauten bis hin zu sehr großen und beinahe schrankartigen Modellen – sie alle können etwas bewirken!

Für Anregungen und eine Bauanleitung möchten wir euch gerne folgende Seite an die Hand geben:
Nabu – Insekten helfen

Waldweg schlegeln 1024 673 Goldkind

Waldweg schlegeln

Am Wochenende haben wir einen zugewachsenen Waldweg geschlegelt, sodass eine Druchfahrt wieder gewährleistet werden kann.

Junghennen zum Weiterverkauf 1024 682 Goldkind

Junghennen zum Weiterverkauf

Am 5. April 2022 treffen bei uns neue Junghennen für den Weiterverkauf unter Vorbestellung ein.
Melden Sie sich gerne bei uns.

Mail: info@gutsbetrieb-kuhlmann.de
Telefon: 05051 98830

Unser Wetternetzwerk 1024 1024 Goldkind

Unser Wetternetzwerk

Die zunehmenden Trockenphasen im Frühjahr zur Bestellung der Felder und im Sommer in der Wachstumsphase der Pflanzen zeigen uns, wie wichtig der Witterungseinfluss für unsere Pflanzen zu den Vegetationszeitpunkten ist.
Die Regenmengen fallen in den Regionen so unterschiedlich, dass für eine optimale Bewirtschaftung der Felder eine Lösung gefunden werden musste. Als Landwirte*innen können wir das Wetter nicht beeinflussen, sondern lediglich darauf reagieren. So haben wir uns mit anderen landwirtschaftlichen Betrieben ein Wetternetzwerk aufgebaut, welches uns ermöglicht Wetterereignisse aufzuzeichnen um auf Vorhersagen und die unterschiedlichen Regenmengen einzugehen. Wir sind froh, auf ein gut funktionierendes regionales Netz zurückgreifen zu können.

Unser Hofladen hat geöffnet! 1024 768 Goldkind

Unser Hofladen hat geöffnet!

Endlich ist es soweit: Seit Anfang des Monats ist unser Hofladen wieder geöffnet und wir freuen uns, Euch auf unserem Hof erneut willkommen heißen zu können!
Wir haben einen Ort geschaffen, auf den wir sehr stolz sind. Hier vereinen wir Handwerk, Regionalität, Leidenschaft für die Landwirtschaft sowie den Kontakt und Austausch zu und mit unseren Kunden.

Jede Ecke unseres Hofladens hält eine Überraschung für Euch bereit: Neben unserer großen Vielfalt an Kartoffeln und Eiern aus eigener Produktion findet Ihr unter anderem auch selbstgemachte Wurstwaren sowie Honig aus den Nachbardörfern.

Wir freuen uns auf Euren Besuch!

Kuhlmann Kartoffelernte 2021
Kartoffelernte in vollem Gange 1024 682 Goldkind

Kartoffelernte in vollem Gange

Nach der endlos erscheinenden Getreideernte, was dem stark wechselnden Wetter zuzuschreiben ist, haben wir uns auf unserem Betrieb voll auf die Kartoffelernte eingestellt.
Neben Pflanz- und Speisekartoffeln, bauen wir auch aus Fruchtfolgegründen Zuckerrüben und Vermehrungsgetreide an. Durch den Fruchtwechsel erreichen wir beste Bedingungen für unsere Pflanzen.

Bei der Kartoffelernte ist es besonders wichtig, die Knolle so schonend wie möglich in unser gekühltes Kartoffellager zu bekommen. Das ganze geschieht mit einem modernen Kartoffelvollernter, der die Knollen mit Siebketten und Igelbändern von Erde und Kartoffelkraut trennen kann. Das Verlesen von Hand gehört immer noch dazu und wir danken unseren fleißigen Mitarbeitern.

Der Kartoffelroder kann (ca.7to.) Tonnen Kartoffeln im Bunker zwischenlagern.
Beim Abladen vom Kartoffelbunker auf Muldenkipper werden die Erdäpfel zusätzlich durch Fallsegel geschützt.
Anschließend werden sie in eigens entworfene Kartoffelkisten geladen, dann belüftet und in die Kühlung gefahren, um so eine beste Qualität der Knollen bis zum nächsten Frühsommer gewährleisten zu können. Die Kühlung findet in einer Niedrigenergielagerhalle statt.

Wir sind bienenfreundlicher Landwirt 1024 576 Goldkind

Wir sind bienenfreundlicher Landwirt

Eine Welt ohne Bienen ist undenkbar. Sie sind für unser Ökosystem und den Erhalt der biologischen Vielfalt unverzichtbare Helfer. Nicht nur wegen ihrer Honigproduktion, sondern vor allem aufgrund ihrer Bestäubungsleistung. Bienen fliegen von einer Blüte zur nächsten, um Nektar wie auch Pollen zu sammeln. Dabei bestäuben sie gleichzeitig die angeflogenen Pflanzen und sorgen dafür, dass die Pflanzen befruchtet werden und sich somit Früchte und Samen ausbilden können.

Uns als landwirtschaftlicher Betrieb ist die Bedeutung der Bienen für unser Ökosystem besonders bewusst und wichtig. Das Thema Insektensterben lässt sicherlich keinen Landwirt kalt. Wir haben unseren eigenen Anspruch an die Themen Artenvielfalt und Biodiversität. Denn gerade in der Landwirtschaft profitieren wir von einem funktionierenden Ökosystem und sind darauf angewiesen. Nur so werden natürliche Prozesse im Gleichgewicht gehalten.

Wir sind in allen Bereichen unseres Betriebes darauf bedacht, ein faires und rücksichtsvolles Miteinander zu schaffen, auch beim Naturschutz. Wir achten zum Beispiel darauf, nur zu Zeiten zu spritzen, wenn die Bienen nicht aktiv sind.

Wir tragen darüber hinaus unseren Teil bei und wurden durch verschiedene Maßnahmen die wir umgesetzt haben, im vergangenen Jahr als bienenfreundlicher Landwirt ausgezeichnet. Darauf sind wir stolz